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via [Bitten]

Es schien eines dieser Rezepte zu sein, das man sich aufhebt und doch nie nachkocht. Zufälligerweise stolpere ich aber vor Salvatore Barones kleinen Laden an der Josefstrasse über ein Pappschild «barba di frate» und das grüne Kraut.

Spaghetti alla barba di frate

Mit dem momentane Frühlingswetter, einem Glas Wein und Sonne auf dem Balkon: nicht schlecht.

Eine weitere Variante von Spaghetti mit Mönchsbart gibt es bei lifegate.it, dort mit gehackten Pinienkernen und getrocknetem oder geräuchertem Ricotta. Auch nicht schlecht, mach ich morgen.

[Zeitungsausschnitt: Tages-Anzeiger, 02.02.2008]

Ich habe ein paar Tage bei meiner Familie verbracht. Zum Geburtstag eines Familienmitglieds wurde zum Brunch eingeladen. Brunch bedeutet, dass man den Tag mit Essen verbringt. Und so habe ich dieses Credo umgesetzt:

1. Ein Lachsbrötchen, etwas Kartoffelsalat, eine Gewürz- und eine Senfgurke.
2. Ein Teller Soljanka.
3. Ein Pfannkuchen (in anderen Teilen der Welt auch bekannt als Berliner).
4. Ein Stück Kirschkuchen.

Pause mit ausgedehntem Spaziergang.

5. Ein Schinkenbrötchen, ein Stück Käse.
6. Ein Stück Tiramisùtorte.
7. Eine Scheibe Kassler mit Senf und Sauerkraut.
8. Ein Pfannkuchen.
9. Chips.

Dazu ungezählte Tassen Kaffee und ein bis zwei Flaschen Rotkäppchen-Sekt. Auslassen musste ich Zwiebelkuchen, Wiener Würstchen und die eine oder andere Scheibe Wurst. Ich habe während des Familienbesuchs zwei Kilo zugenommen und bin sehr glücklich wieder nach Hause gefahren.

Zugetti 14-21 cm

Herzlich willkommen in der faszinierenden Welt der Lebensmittel titelt EUROSPAR, Gruppenmutter SPAR entwickelt sogar Leidenschaft für Lebensmittel. Davon kommt in der ausgestorbenen Oerliker Filiale nicht viel rüber. Doch der Gemüseeinkäufer weiss, dass die Länge zählt und nennt die Dinge beim Namen.

Omas_Kochbuch

Es gibt nicht viele Dinge, die mich so an meine Oma erinnern wie Essen: Wenn ich von der Schule kam, buk Oma einen Eierkuchen mit Rosinen (so hatte ich das in einem Buch gelesen und wollte das auch). Manchmal gab es Puddingsuppe mit Eischnee; mal Milchreis mit eingeweckten Pflaumen. Im Sommer freute ich mich auf Gurkensalat oder Griessflammeri mit Kirschsuppe; im Winter stand der Kochtopf mit den Kartoffeln unter der Bettdecke warm, und Oma briet Buletten. Oder die Hühnerbrühe mit Griesklösschen stand auf dem Herd oder es gab Speckkartoffeln, selten auch Milchsuppe. Ich wurde von Oma mit viel Matsch und Kleister gefüttert, denn während meine Mutter sich beim Gedanken an Milchreis oder Haferflockensuppe schüttelte, schaufelten Oma, Opa und ich alles Schleimige, Weiche und Flüssige genüsslich in uns hinein. Und alles war perfekt gekocht. Mit genau dem richtigen Grad an Schleimigkeit und ohne dass ich sie je dabei beobachten konnte, wie sie ihre Nase in ein Kochbuch gesteckt hat.
So wie sie hab ich das nie hinbekommen. Bis mir meine Mutter nach dem Tod meiner Oma eins ihrer zwei Kochbücher schenkte (das andere war selbst geschrieben): «Das elektrische Kochen. 750 Rezepte für die Elektro-Küche», erschienen 1939 als Werbesonderdruck der Elektrizitätswerke. Darin heisst es:

«Was vor Jahren noch als unerreichbarer Traum erschien, ist heute Wirklichkeit geworden: Die elektrische Küche. […] Möge dieses Büchlein den elektrisch kochenden Hausfrauen jederzeit ein guter Ratgeber sein und sie in die Lage versetzen, in den vollen Genuss der Vorzüge des elektrischen Kochens zu kommen.»

Und in den Genuss von Rezepten, deren Ergebnis dem Essen meiner Oma am nächsten kommt.

Ein Beispiel:

Griessflammeri.jpg

Griessflammeri
1 l Milch
50 g Zucker
1 Stück Zitronenschale oder Vanille
1 Prise Salz
1 Teelöffel Butter
10 g geriebene Mandeln
110 g grober Griess
1 Eigelb
1 Eischnee

Die Milch mit allen Gewürzen zum Kochen bringen, den Griess hineinstreuen, ausschalten und ohne Strom ausquellen. Das Eigelb verquirlen, unter Rühren dem Brei zusetzen, das Weisse zu Schnee schlagen und ihn unterheben. In eine ausgespülte Form geben und nach dem Erkalten stürzen und mit Kompott, einer Frucht- oder anderen Tunke zu Tisch bringen.

Weitere Rezepte folgen.

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via [neuerdings] - und: noch mehr schöne Handpresso-Filmchen.